Matthias Döhla als Redner am Aschermittwoch in Hof

Veröffentlicht am 07.03.2019 in Presse

2019_03_06 2 Döhla Hofer SPD

Volles Haus beim Politischen Aschermittwoch der Hofer Sozialdemokraten.

Rund 50 Gäste durfte SPD-Kreisvorsitzender Patrick Leitl gestern zum Politischen Aschermittwoch der Hofer Sozialdemokraten in der Weinkiste begrüßen. Da an diesem Tag die politischen Reden etwas deftiger ausfallen, sprach auch Leitl Klartext und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Er las aus einer 17 Jahre alten Ausgabe des gleichnamigen Parteiblattes der Hofer CSU vor, indem die Christsozialen dem damaligen SPD-Oberbürgermeister Dieter Döhla zu viele Leerstände, marode Wohnhäuser, keine Strukturpolitik und ein ineffektives Stadtmarketing vorwarfen. „An diesen Vorwürfen von damals muss sich Harald Fichtner messen lassen und zu welchem Ergebnis man kommt, kann jeder für sich selbst beurteilen“, findet Leitl, um dann doch gleich seine eigene Bewertung hinterherzuschieben: „Fakt ist doch: Der OB hat nicht geliefert.“

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Eva Döhla befasste sich in ihrer Rede mit der Stadtentwicklung. Die Hof-Galerie beschere ein Wechselbad der Gefühle aus Zweifel und Hoffnung, die dauernden Verschiebungen haben schon viel Schaden angerichtet. Eva Döhla begrüßte die Initiative der Frankenpost, welche die BürgerInnen aufruft, Ideen für die Innenstadt zu liefern. Für einen Oberbürgermeister sei es jedoch ein Offenbarungseid, wenn die Regionalzeitung die Stadtentwicklung übernehme. Sie hätte den Ehrgeiz, das als Oberbürgermeisterin schon selbst anzugehen. Mit Blick auf die Schulsituation meinte Döhla, sei es an der Zeit noch weiterzudenken. Die für die Grundschulen angeschafften Container könnten nur eine Zwischenlösung sein. "Auch die Zukunft des Schulzentrums, der Radverkehr und ÖPNV sowie die Aufgabe, Politik auch für finanziell schlechter gestellte Menschen zu machen, werden uns in den nächsten Monaten fordern. Wir sind bereit," schloss Döhla ihre Rede unter Applaus.

Hauptredner am Abend war der Konradsreuther Bürgermeister Matthias Döhla, den Leitl zuvor als „die Stimmungskanone aus dem Landkreis“ ankündigte. Seinem Ruf wurde er mehr als gerecht. In einem leidenschaftlichen Husarenritt durch die Kommunal-, Bundes- und Europapolitik macht der SPD-Politiker in einem flammenden Plädoyer deutlich, dass die Sozialdemokratie nach wie vor gebraucht werde. Den SPD-Mitgliedern verlangte er mehr Selbstbewusstsein ab. „Wenn wir nicht an uns selbst glauben, warum sollten das dann die Wähler tun?“ Mit Grundrente und Bürgergeld habe die SPD ein glaubhaftes, durchdachtes Sozialstaatskonzept aufgestellt, hinter dem 75 Prozent der Bundesbürger stünden, befand Döhla. „Ob Parität bei den Krankenkassenzusatzbeiträgen, Mindestlohn, Milliardeninvestitionen in Kitas mit dem Gute-Kita-Gesetz oder die Einführung der Familienteilzeit. Das sind Projekte der SPD. Wir gehen die Probleme der Menschen an und bieten echte Lösungen an.“ Die AfD sei dagegen keine Alternative: „Wettert gegen korrupte Altparteien und hat eine Parteispendenaffäre am Hals, will die EU abschaffen, sich aber gleichzeitig ins Europaparlament wählen lassen.“

Mehr Selbstbewusstsein forderte Döhla aber nicht nur von den Genossen, sondern den Hofer im Allgemeinen. „Wir müssen uns nicht schämen, von hier zu kommen. Wir müssen für unsere Heimat werben“. Nach dem Motto: „Ich kumm aus Huuf, do is drei Monat Winter und nein Monat kold“, wird das nichts werden!

Klar müsse vieles auch hier besser werden. Gerade im Bereich ÖPNV. Als Konradsreuther Bürgermeister und Familienvater ärgere er sich, dass er mit dem Anruf-Sammel-Taxi zwar von Ahornberg nach Münchberg komme, es aber kein vergleichbares Angebot von Konradsreuth nach Hof gebe. „Ich würde liebend gerne meine Töchter mit dem Bus nach Hof ins Kino schicken, aber ich will sie nicht abends auf eine Mitfahrbank setzen, um dann darauf zu hoffen, dass sie nicht nur mitgenommen, sondern auch wieder zurückgebracht werden.“ Wenn man nur will und auch mal neu und quer denkt, bekomme man einen guten ÖPNV hin, meint Döhla und verweist auf das Modellprojekt Landbus, das maßgeblich auf die SPD-Kreistagsfraktion zurückgeht, die so lange das Thema Mobilität auf die Tagesordnung gesetzt hat, bis der Kreistag schließlich einen entsprechenden Arbeitskreis eingerichtet hat, erklärt Döhla.

Für den Kommunalpolitiker ein weiteres Beispiel dafür, dass sich die SPD nicht zu verstecken braucht. „Wir wissen wo der Schuh drückt, wie haben Inhalte und Lösungen parat und deshalb bin ich mir sicher, dass du das schaffst Eva!“

 

 

 

 

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