Leserbrief als Antwort
Leserbrief als Antwort
zum Leserbrief des Herrn Markus Thoma, Marktredwitz, der unter der Überschrift „ Keine Chance“ in der Frankenpost vom 12.5.2009 veröffentlicht wurde.
Was wundert den Verfasser daran, wenn die SPD für die Person ihres Kandidaten Carlo Stauch mit dem Plakat; „Ein Oberfranke für Oberfranken“ um Zustimmung für ihr Programm zur Europawahl wirbt? Es entspricht schlicht und einfach der Wahrheit.
Würde die CSU für Ihre Kandidatin mit der gleichen Ehrlichkeit werben, müsste deren Plakat folgenden Inhalt haben:
„Eine politisch gescheiterte und wegen der Verwicklung in dubiosen Machenschaften untragbar gewordenes Ministerin aus Oberbayern,
die selbst von CSU - Delegierten vor Ort keine Zustimmung für das von ihr angestrebte neue Mandat bekam und allein durch die Einflussnahme der Parteispitze auf Landes- und Bezirksebene einem Kandidaten aus Oberfranken vorgezogen wurde, hat über den ihr zugeschanzten Listenplatz ausgerechnet hier in Oberfranken eine Plattform für den Versuch erhalten, ihre politischen Ambitionen nach Macht und persönlichen Einfluss in einem gut dotierten Job in die Tat umzusetzen“. Das wäre doch ehrlich!
Diese Kandidatin ist sicher keine Alternative zu Carlo Stauch und noch weniger - allein wegen der persönlich mitgetragenen permanenten Benachteiligung von Oberfranken zu Gunsten von Oberbayern und des Speckgürtels um München während ihrer Zeit als Mitglied im Bayerischen Kabinett – könnte sie jetzt ein glaubwürdiger Garant und Verfechter Oberfränkischer Interessen sein. Auch das ist die Wahrheit
Das lässt die Annahme zu, dass die CSU – Kandidatin kaum größere Chancen hat, auch nicht über einen anscheinend aussichtsreichen CSU - Listenplatz, in das Europaparlament einzuziehen als ihr SPD Kontrahent Carlo Stauch. Das Erreichen des Bundesweit notwendigen Stimmenanteil von 5% dürfte für die CSU noch keine ausgemacht sichere Sache sein, wenn man den Umfragen folgt.
Was soll also der Vorwurf, die SPD wolle die Wähler täuschen? Wir Oberfränkischen Wähler und die CSU-Anhänger von den Persönlichkeiten Ihrer Partei, die fähig, kompetent und als eingefärbte Oberfranken ihrer Heimat sicher in einer solchen Position gerne glaubwürdig und engagiert vertreten wollten, die sind es doch, die bereits durch die Christlich Soziale Union mit der überraschenden Kandidatenkür der Bewerberin aus Oberbayern getäuscht worden sind. Der Verfasser hätte deshalb gut daran getan, hier nicht unterschiedliche Maßstäbe anzulegen.
Wolfgang Reif
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